Trial Europameisterschaft in Bréal-sous-Montfort /Frankreich 


Mit einem elften Platz bei der Trial Women Championship in Frankreich begann für die AMC-Fahrerin Linda Weber die Trialsaison äußerst vielversprechend.  

Nachdem Bréal-sous-Montfort schon 2020 und 2021 die Trial EM ausrichten wollte, coronabedingt aber jedes Mal absagen musste, waren die Verantwortlichen des ACL Bréalaise sehr motiviert eine perfekte Veranstaltung abzuhalten – und das ist ihnen gelungen. In den zehn Natursektionen / drei Runden mit Felsen, einem kleinen Steinbruch, felsigen und grünen Auf-und Abfahrten und kniffligen Steinkombinationen konnte das in der EM geforderte Nonstop-Fahren gefahrlos bewältigt werden.  

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Linda Weber konnte in den Sektionen sehr gut flüssig fahren, nur selten war ein korrigierendes Versetzen nötig. Nach den ersten fehlerfreien Sektionen hatte sie nur in Sektion 6 leichte Schwierigkeiten. Die beiden Hindernisse waren sehr nah zusammen, so dass sie beim Herunterfahren vom ersten Hindernis mit dem Vorderrad zu weit eintauchte und es nicht sauber genug für das zweite, wesentlich höhere Hindernis wieder ansetzen konnte. In dieser Sektion sammelte sie dann auch aufgrund des Nonstop-Reglements ihre Punkte (5-5-3)und konnte sich erst in der letzten Runde über einen kleinen Umweg retten. In der nächsten Sektion hatte es einen Bachlauf, wodurch die Hindernisse z.T. nass waren. Nach einer Doppelstufe kam hier eine sehr feuchte knifflige Kurve, welche Linda aber nach der ersten Runde immer hervorragend bewältigt hat. Der Ausgang über die Steinplatte nach oben war dann kein Problem mehr. In Sektion 8 kam sie etwas schräger als geplant an das Hindernis angefahren und fuhr beinahe ihren Minder um, ließ sich davon aber nicht beirren und fuhr die Sektion fehlerfrei.  Die letzten Sektionen 8-10 hatten zwar insgesamt mehr Hindernisse als die anderen Sektionen, stellten aber für Linda Weber kein Problem dar. Als Einzige der fünf deutschen Fahrerinnen fuhr sie diese Sektionen komplett fehlerfrei. Auch die Sektionen 1-4 nullte sie in jeder Runde. Mit 23 Nullsektionen, neun Fehlern in Runde 1, sieben Fehlern in Runde 2 und  nur noch vier Fehlern in der letzten Runde erreichte sie mit 20 Fehlerpunkten den elften Platz. Da sie im Gegensatz zu den anderen Teilnehmerinnen nur ein Motorrad mit 125 ccm fuhr, ist sie sehr zufrieden mit ihrer Leistung. „Es hat voll Spaß gemacht, hier zu fahren und ich konnte mich sehr gut auf die Sektionen konzentrieren - nur mein Motorrad lief nicht immer optimal.“   

Die nächsten beiden Läufe der EM finden im Sommer auf der Isle of Man und in Schottland statt. 



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