Final-Läufe der Enduro DM in Burg und Kempenich


AMC-Fahrer beenden die Saison mit guten Plätzen

Durch die Terminierung der beiden Läufe im Spätherbst ist das schlechte Wetter eigentlich jedes Jahr vorprogrammiert, 2023 machte da keine Ausnahme. In Burg (bei Magdeburg) regnete es schon ausgiebig die Tage vor der Veranstaltung, so dass die in der Gegend üblichen Sandböden zahlreiche Wasserlöcher hatten. Die 50 km lange Strecke beinhaltete auch zwei Sonderprüfungen: eine war in einer Sandkuhle, die zweite war in einem Waldstück auf einem ehemaligen Truppenübungsgelände. Hier waren die Wasserlöcher sehr ausgeprägt. Werner Mayer, mittlerweile 60jährig und in der Super-Seniorenklasse Ü50 unterwegs, kam hier in der letzten Prüfung durch den tiefer werdenden Sandboden zweimal zu Fall, konnte aber die restlichen Hindernisse und Prüfungen gut meistern. Er wurde in der stark besetzten Klasse 21. in der Gesamtwertung.

 Für Larissa Mayer in der Damen-Klasse war es ein anstrengenderes Wochenende, da sie gesundheitlich angeschlagen an den Start ging. Für die erste Runde reichten die Kraftreserven auch noch aus, aber in der zweiten Runde fingen nach zweieinhalb Stunden Fahren die Probleme an. Bei der ersten Sonderprüfung in der Sandgrube war sie in der Kurve zu langsam und kippte einfach um. Eine anschließende Auffahrt kam sie dann nicht mehr hoch, was sich in der Zeit bemerkbar machte. Auf der Etappe verlor sie dann ihr Heck und musste das Rücklichtkabel irgendwie wegreißen, da es ihr die komplette Kennzeichen-Halterung in den Radkasten gezogen hatte. Dadurch kam sie drei Minuten zu spät zur Zeitkontrolle. In der zweiten Sonderprüfung rutschte ihr dann das Vorderrad auf einem Stein weg und Larissa landete in den Büschen. Leider landete das Motorrad dabei auf ihrem Knie. Es dauerte, bis sie  wieder auftreten konnte, aber dann konnte sie weiter fahren zur nächsten Sonderprüfung. Sie bekämpfte den Wunsch aufzuhören und fuhr alles zu Ende. Nach knapp 6 Stunden Fahrzeit war sie am Ziel und glücklich mit ihrem vierten Platz.

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Kurz darauf war der letzte Lauf der Saison in Kempenich in der Nähe des Nürburgrings. Auch hier regnete es vor der Veranstaltung ausgiebig, was die erste Runde etwas unberechenbar machte. Die Sonderprüfungen waren auf einem Acker und in einer Vulkansand-Abbaugrube, die ihresgleichen in Deutschland sucht. Hier ist alles geboten, was das Enduroherz begehrt. Die kniffligen Passagen haben aber auch ihre Tücken, da es wenn man zu viel riskiert, zu Stürzen und zu Zeitverlusten führen kann.

Super-Senior Werner Mayer konnte bis auf ein paar Leichtsinnsfehler die Prüfungen und die 3 Runden à 50 km gut meistern und belegte am Ende den 18. Platz im extrem stark besetzten Fahrerfeld. Für Tochter Larissa Mayer verlief es dieses Mal auch besser. Die gefürchtete Vulkanprüfung meisterte sie sehr gut und sie lag nach der ersten Runde auf dem dritten Platz. In der zweiten Runde fehlte dann allerdings bei einer Auffahrt der Schwung und sie fuhr sich fest. Das kostete sie viel Zeit, Kraft und am Ende auch den dritten Platz. In der dritten Runde stand sie auch noch im Stau, weil vor ihr Fahrer gestürzt waren und die Auffahrt blockierten. Da die Etappe extrem knapp war, fuhr sie nach der Sonderprüfung ziemlich schnell, um Zeit zu schaffen. Leider bremste sie dann zu spät und schoss geradeaus in eine Kuhweide. Es ging jedoch glimpflich aus und sie schaffte es gerade noch rechtzeitig. Sie kam nach drei Runden mit dem vierten Platz zufrieden und heil ans Ziel.

In der Endwertung der Deutschen Enduro Meisterschaft belegte Larissa Mayer den 5. Platz und Werner Mayer den 22. Platz.



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